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Das österreichische Fernsehmagazin

Anthony Quinn

Anthony Quinn
Geburtsort:
Chihuahua, Mexiko
Sterbedatum:
2001-06-03
Auszeichnungen:
Goldene Kamera (D) 1995
Golden Globe (USA): Cecil B. DeMille Award 1987
NBR Award USA (1964)
Oscar (USA) 1957, 1953
Veröffentlicht:
09.02.2001
Bürgerlicher Name: Anthony Rudolph Oxaca Quinn
An Traumrollen mangelte es dem oft als "größter Schauspieler des 20. Jahrhunderts" apostrophierten Weltstar nicht: Auf der Leinwand war er Barabbas und Quasimodo, Onassis und Stradivari, Paul Gauguin, der Papst und der Prophet Mohammed. Aber keine Figur hat ihm so entsprochen wie die des Titelhelden in "Alexis Sorbas". Seit dem Welterfolg von 1964 schätzen Millionen Quinn als den "ewigen Griechen", sie identifizieren ihn mit seiner meistgeliebten Rolle als lebensfreudiger mazedonischer Bergwerksarbeiter.

Der vitale Altstar, der rund 300 Filme gedreht hat, kam in Wirklichkeit als Sohn eines Iren und einer Mexikanerin aztekischer Abstammung zur Welt. Er wuchs in den Slums von Los Angeles auf. Schon als Kind spielte er in "Tarzan"-Filmen mit. Doch er musste sich als Metzger, Zementmischer, Boxer und Obstpflücker durchschlagen, bevor es 1936 mit einer ersten Rolle in Hollywood klappte. Vermittelt hatte sie Produzent Cecil B. DeMille, dessen Adoptivtochter Anthony Quinn 1937 ehelichte.

Quinns zweite Frau ließ sich nach 31 Jahren scheiden, weil ihr Gatte als damals 78-Jähriger mit seiner 48 Jahre jüngeren Ex-Sekretärin eine Tochter bekam. Er heiratete Kathy Benvin, mit der er außerdem noch einen Sohn hat. Insgesamt hat die Hollywood-Legende fünf Frauen mit 13 Kindern beglückt. Den Elan des Multitalents Quinn, der hochbetagt noch spielte und zudem Anerkennung als Maler und Bildhauer erfuhr, hatten weder ein Herzinfarkt noch eine Bypass-Operation 1990 gebremst.

Am 3. Juni 2001 starb Anthony Quinn im Alter von 86 Jahren in einem Bostoner Krankenhaus, in dem er wegen einer Lungenentzündung und Atemproblemen behandelt worden war.

Interviews

Anthony Quinn
Interviews, 09. Februar 2001
An Traumrollen mangelte es dem oft als "größter Schauspieler des 20. Jahrhunderts" apostrophierten Weltstar nicht: Auf der Leinwand war er Barabbas und Quasimodo, Onassis und Stradivari, Paul Gauguin, der Papst und der Prophet Mohammed. Aber keine Figur hat ihm so entsprochen wie die des Titelhelden… mehr >
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