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Peter Sellers

Peter Sellers

Bürgerlicher Name: Richard Henry Sellers
Geburtsort:
Southsea, Hampshire, England
Sterbedatum:
1980-07-24
Auszeichnungen:
BAFTA Film Award (GB) 1959
Golden Globe (USA) 1980
NBR Award (USA) 1979
Veröffentlicht:
23.01.2001
 
Dass Sellers auf der Bühne geboren wurde, wäre etwas übertrieben formuliert, aber auf jeden Fall wurde er für die Bühne geboren. Als Kind einer Künstlerfamilie - sein Vater hatte eine Vier-Mann-Band und seine Mutter wirkte in einer der ersten Unterwasser-Shows mit - wuchs er in der Welt des Entertainment auf. Bereits während seiner Militärzeit bei der Royal Air Force, 1943 bis 1946, trat er als Komiker auf. Seinen Einstieg bei BBC verschaffte er sich mit seinem Talent und einem genialen Trick.

Sellers rief bei einem BBC-Produzenten an, imitierte dabei die Stimmen zweier berühmter BBC-Moderatoren und fragte, warum denn nicht der begabte Peter Sellers engagiert würde. Schon bald landete er 1951 bei der Radio-Comedy "Crazy People", die ein Jahr später in "Goon Show" umbenannt wurde. Diese Show war eine der erfolgreichsten, die es je gab, und gilt heute noch als der Vorläufer des "Monty Python's Flying Circus". Vor allem aber eröffnete sie Sellers den Weg zum Film.

Nach seinem ersten Auftritt in "Penny Points to Paradise" (1951) und verschiedenen Filmen in England feierte er 1959 mit "Die Maus, die brüllte" und "Junger Mann aus gutem Hause" auch in den USA erste Erfolge. Er spielte in Klassikern wie Stanley Kubricks "Lolita" (1962) und "Dr. Seltsam, oder wie ich lernte, die Bombe zu lieben" (1964). Seine berühmteste Filmfigur, mit der er heute noch weltweit identifiziert wird, entstand jedoch 1963 in Zusammenarbeit mit Regisseur Blake Edwards: Chef-Inspektor Jaques Clouseau in "Der rosarote Panther".

Noch in weiteren vier Folgen verkörperte Sellers die Figur des schusseligen Polizeibeamten und 1982, nach seinem Tod, folgte sogar noch ein Teil, in dem Szenen aus den vorhergegangenen Filmen verwendet wurden. In über 60 Produktionen wirkte der Komiker mit, der es neben seiner Begabung als Stimmenimitator auch vortrefflich verstand in verschiedene Rollen zu schlüpfen.

Privat war Sellers vier Mal verheiratet. Mit Anne Howe (1951 - 1961) hatte er zwei Kinder, Michael und Sarah, mit Britt Ekland (1964 - 1968) seine Tochter Victoria, die ebenfalls Schauspielerin wurde. Seine weiteren Frauen waren Miranda Quarry (1969 - 1971) und Lynne Frederick (1977 - 1980). Nach seinem Tod durch einen Herzinfarkt, 1980, spielte das Leben dem Autonarren - er besaß 50 Stück - und Jazzfan einen letzten Streich. Bei seiner Beerdigung erklang der Song "In the Mood", den er hasste, und während seine Familie weinte, ertönte von seinen "Goon"-Kollegen schallendes Gelächter.
 
 

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