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Das österreichische Fernsehmagazin

Charles Bronson

Charles Bronson
Geburtsort:
Ehrenfeld, Pennsylvania, USA
Sterbedatum:
2003-08-30
Veröffentlicht:
24.01.2001
Bürgerlicher Name: Charles Dennis Bunchinsky
Bronson wurde unter dem Namen Charles Bunchinsky als Sohn eines litauischen Auswanderers in Pennsylvania geboren. Er hatte 14 Geschwister. Als Einziger der Bergarbeiterfamilie schloss er die High School ab. Dennoch arbeitete Charles Bronson nebenbei in einer Kohlenmine. Im zweiten Weltkrieg flog er in einem B-29-Bomber und benutzte danach die "G.I. Bill Rights" - die Kriegsheimkehrern eine Berufsausbildung ermöglichen sollten -, um in Philadelphia Kunst zu studieren. Von der Schauspielerei fasziniert, besuchte er anschließend das "Pasadena Playhouse" in Kalifornien.

Nach ein paar unbedeutenden TV-Auftritten begann Bronsons Filmkarriere im Jahr 1951 mit Nebenrollen unter anderem in "Pat und Mike". Seinen Einzug ins Western-Genre feierte er 1954 gleich in mehreren Produktionen, so in "Dieser Mann weiß zuviel", "Massai - Der große Apache" und "Vera Cruz". In Europa erlangte er mit seinen Rollen in "Der Mann ohne Furcht" (1956), "Die glorreichen Sieben" (1960) mit Yul Brynner oder "Gesprengte Ketten" (1963) schnell Kultstatus.

Danach kehrte er Amerika den Rücken und ging nach Europa, weil er sich dort bessere Chancen für seine Karriere erwartete. Eine richtige Einschätzung, wie es sich erwies: Als "Mundharmonika" wurde Charles Bronson in Sergio Leones Western-Klassiker "Spiel mir das Lied vom Tod" (1968) an der Seite von Henry Fonda und Claudia Cardinale weltberühmt. Zuvor hatte er übrigens die Rolle des schweigsamen Revolverhelden in Leones "Für eine Handvoll Dollar" abgelehnt, die Clint Eastwood zum Star machen sollte. In den 70er-Jahren wurde Bronson dann nicht nur zum populärsten Schauspieler der Welt gewählt (Golden Globe 1971), sondern galt auch als der am besten bezahlte. Zu dieser Zeit erhielt er eine Gage von 100.000 Dollar pro Drehtag.

Während er in Europa mit "Chatos Land" (1971) und "Die Valachi-Papiere" (1972) weiter von Erfolg zu Erfolg eilte, brachte ihm erst der Selbstjustiz-Thriller "Ein Mann sieht rot" (1974) nach seiner Rückkehr nach Amerika auch hier den großen Durchbruch. Obwohl die Darstellung des einsamen Rächers von der Kritik vor allem in moralischer Hinsicht sehr skeptisch bewertet wurde, fand sie beim Publikum riesigen Anklang und Bronson blieb an diesem Image hängen. Vier nicht weniger brutale Fortsetzungen folgten.

Mit seiner zweiten Ehefrau Jill Ireland (1968 - 1990) stand Bronson in 15 Filmen gemeinsam vor der Kamera. Nach ihrem Tod zog er sich weitgehend aus dem Filmgeschäft zurück, auch wenn er 1994 noch im fünften Teil von "Ein Mann sieht rot" zu sehen war. In erster Ehe war er mit Harriet Tendler verheiratet (1949 - 1967) und zuletzt vermählte er sich am 22.12.1998 im Alter von 78 Jahren mit Kim Weeks.

Interviews

Charles Bronson
Interviews, 24. Januar 2001
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