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Ursula Strauss: Zwischen den Fronten
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Ursula Strauss: Zwischen den Fronten

Sympathie-Trägerin Ursula Strauss über ihre Rolle als Frau zwischen zwei Männern, über Kollegentypen, Traumrollen und "Schnell ermittelt".
Veröffentlicht:
07.03.2011
 
Mit seiner in der NS-Zeit angesiedelten Tragikomödie "Mein bester Feind" unternahm Regisseur Wolfgang Murnberger ein hierzulande gewagtes Unterfangen. Dem Berlinale-Publikum gefiel’s, die Kritik war uneins. Ursula Strauss spielt Lena, eine Frau, deren Haltung und Handeln letztlich über zwei Schicksale entscheidet.

tele: Die Lena in "Mein bester Feind" muss eigentlich die schwerste Entscheidung treffen …
Ursula Strauss: Es ist tatsächlich so. Man weiß lange nicht, was ihre Beweggründe sind – Überzeugung oder Überlebenstrieb? Sie ist halt reingeschlittert in die Verlobung mit dem Rudi, es war einfacher so. Das Krasse ist nur, dass natürlich auch diese Freundschaft zu ihm so stark ist, auch wenn es schwer zu fassen ist, dass er einen so anderen Weg geht. Doch in dem Moment, wo sie von Angesicht zu Angesicht in die Augen ihrer großen Liebe schaut, ist klar, wofür sie sich entscheidet.

Hast du dich mit der NS-Zeit beschäftigt?
Ab dem Zeitpunkt, wo du zum ersten Mal eine Doku über KZ-Häftlinge siehst, kannst du dich ja dem Thema nicht entziehen. Du kannst in Österreich nicht sagen: "Ich hab damit nichts zu tun." Aber wenn du eine Figur spielst, denkst du nicht über die Zeit nach, sondern über die Konflikte, die dich beschäftigen. Die Lena ist damit beschäftigt, dass es politisch umbricht, dass sie die Familie ihres Verlobten verliert, dass sie plötzlich vor Entscheidungen steht, die sie gar nicht treffen will.

Wie ist die Arbeit mit Moritz Bleibtreu?
Er ist ein sehr intensiver Mensch und ein sehr intensiver Kollege. Er ist sehr kollegial, umsichtig, sehr konzentriert. Er ist sehr aktiv und agil, er sprüht. Das war sehr spannend, weil der Georg und der Moritz zwei ganz unterschiedliche Kollegentypen und Männertypen sind. Aber das funktioniert super miteinander!

Was sagst du zu Reaktionen der Kritik?
Das war ja sehr austariert: Die einen hauen drauf, die anderen finden’s toll. Jeder hat halt seine Wahrheit. Wenn man für sich selbst weiß, dass man 100 Prozent gegeben hat, dann macht das nichts, ich finde, das belebt, man kann durchaus davon lernen. Ich tu mir nur schwer mit unreflektierten, bösartigen Kritiken.

Wie wird’s nach der letzten Folge mit "Schnell ermittelt" weitergehen?
Die wird sehr spannend, die letzte Folge! Ich weiß schon, wie’s weitergeht, aber ich werde das natürlich nicht verraten (lacht). Wir fangen am 15. März mit den Dreharbeiten zur vierten Staffel an, mit zwölf Folgen.

Gibt’s andere Traumrollen für dich?
Ich würd gern einmal einen historischen Film drehen, so in Richtung "Gefährliche Liebschaften". Ich würde wahnsinnig gern einen Horrorfilm machen, eine Komödie spielen und die "Maria Stuart" am Theater machen!

tele verlost zu "Mein bester Feind" Michelangelo-Kunstdrucke!
 
 

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