0%
 
Das österreichische Fernsehmagazin

Interview mit Kim Fisher

Interview mit Kim Fisher
Veröffentlicht:
25.01.2011
"Ich bin schon eine Romantikerin"
Glauben Sie an die große Liebe?
Ja, es gibt die große Liebe, davon bin ich überzeugt. Man muss sie nur finden. Aber finden heißt nicht unbedingt suchen, davon bin ich auch überzeugt, denn wenn man zu große Erwartungen hat, werden sie oft nicht erfüllt.

Auf dem Hochzeitsschiff sind vier heiratswillige Paare gegeneinander angetreten. Wie haben Sie sie erlebt?

Die Paare waren alle ganz fest von ihrer Liebe überzeugt – und zwar unabhängig davon, ob sie ein Jahr oder 18 Jahre zusammen waren. Sie haben verliebt gekuschelt und sich geküsst. Dann kamen die Herausforderungen: Extremsituationen, in die wir die Paare mit unseren Spielen gebracht haben. Da haben sich die Verliebten auch mal anders erlebt. Bei einigen Spielen mussten sich die Partner sehr aufeinander verlassen. Wir haben uns da ein bisschen als "Stiftung Ehetest" gesehen: Wir gucken noch einmal auf den letzten Metern, ob das Heiraten auch wirklich eine gute Idee ist.

Und?
Da hat es auch schon mal im Gebälk geknarrt. Natürlich habe ich die Paare dann gefragt: Und wie fandest Du das jetzt, dass er so mit Dir geredet hat oder wie sie sich angestellt hat? Da fielen ganz andere Worte, und es war interessant, wie die Paare damit umgingen.

Wie empfanden Sie das Zusammenspiel mit den Paaren?
Eigentlich bin ich völlig ungeeignet als Moderatorin für diese Show. Nach jedem verlorenen Spiel scheidet ein Paar aus. Das fiel mir sehr schwer, weil man sich an die Kandidaten gewöhnt. Ich mag Moderatoren nicht, die vor der Kamera heulen, aber ich war kurz davor. Das hätte ich nicht gedacht.

Sind Sie romantisch?
Ich wirke nicht sehr romantisch, nicht wahr? Aber das täuscht. Manchmal bin ich in romantischen Dingen vielleicht etwas ungelenk, dann entschlüpft mir ein ironischer Satz, und Ironie und Romantik passen nun mal nicht zusammen. Aber ich finde es total schön, überrascht zu werden, bin dann ganz sprachlos und kann mich dem auch sehr hingeben. Ja, ich bin schon eine Romantikerin.

Wie würden Sie heiraten?
Weiß muss unbedingt sein. Ich möchte eine Prinzessinnen-Braut sein.

Was ist das Geheimnis einer guten Partnerschaft?
Enttäuschungen sind eine Gefahr für die Liebe. Ich glaube, es ist gut, beispielsweise nicht zu hohe Erwartungen an den Alltag zu haben. Man sollte sich klar machen, welche Erwartungen tatsächlich mit dem Partner zu tun haben oder doch mehr mit einem selbst. Und ein Geheimtipp ist ganz bestimmt das richtige Streiten. Wenn man es schafft, bei einem sich anbahnenden Streit erst mal bei sich zu bleiben und zu schauen, warum man so wütend ist und was genau der Partner dafür kann – wenn man das schafft, kann man viel Streit vermeiden und steht wahrscheinlich kurz vor der Erleuchtung. Ich kann das noch nicht so gut, muss ich gestehen, aber ich arbeite dran. Man sollte offen und ehrlich zueinander sein und immer wieder versuchen, die Liebe aufzufrischen.

Was wünschen Sie den Paaren des Hochzeitsschiffs?
Dass, wenn ich sie in zwei Jahren beispielsweise anrufe, sie dann immer noch glücklich miteinander sind.

Worauf können sich die Zuschauer in der Sendung "Das Hochzeitsschiff" freuen?
Die Zuschauer können sich auf all das freuen, was sie lieben: Heiraten, Schiffsreisen und auf eine Sendung, die überrascht. Sie wisse nicht, was passiert, Es ist keine Sendung, die nach festem Plan funktioniert. Wie schlägt sich welches Paar? Welches Paar heiratet? Heiratet das Siegerpaar überhaupt? All das wissen wir nicht.

Interviews

Interview mit Kim Fisher
Interviews, 25. Januar 2011
Glauben Sie an die große Liebe?Ja, es gibt die große Liebe, davon bin ich überzeugt. Man muss sie nur finden. Aber finden heißt nicht unbedingt suchen, davon bin ich auch überzeugt, denn wenn man zu große Erwartungen hat, werden sie oft nicht erfüllt.Auf dem Hochzeitsschiff sind vier heiratswillige … mehr >
Kommentare: 0
Melden Sie sich hier an, um einen Kommentar zu schreiben.
10.61.5.115