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Mords-Skandal: Interview auf den "Spuren des Bösen"

Mords-Skandal: Interview auf den "Spuren des Bösen"
© ORF
Veröffentlicht:
03.01.2011
tele traf Regisseur Andreas Prochaska sowie Darsteller Nina Proll und Erwin Steinhauer zum Interview.
Regisseur Andreas Prochaska ("In 3 Tagen bist du tot") stellt Heino Ferch in "Spuren des Bösen" mit Nina Proll und Erwin Steinhauer ein österreichisches Star-Ensemble zur Seite. tele traf Regisseur und Darsteller zum Interview.

tele: Nina Proll, wie ist denn Ihre Rolle, die Vera Angerer?
Proll: Sie ist der Gegenpol zu Richard Brock, die normale Wiener Polizistin, die bodenständig und gelassen ihre Fälle löst. Ich hab einfach meine Schwester Nadine als Vorbild genommen. Die arbeitet bei der Kripo für Jugendkriminalität, von ihr weiß ich am meisten.

Sind Sie selbst Fan von Krimis?
Ich schau mir hin und wieder den "Tatort" an, das war’s aber auch. Ich möcht mich daheim eher amüsieren. Letztens hab ich mir "In 3 Tagen bist du tot" angesehen, ich dachte, wenn ich schon mit dem Andreas Prochaska drehe, dann will ich mir das anschauen. Ich war alleine zuhause, ich habe mich so gefürchtet!

Herr Steinhauer, was ist das für ein Film?
Steinhauer: Es geht nicht vordergründig um Action, sondern um intellektuelle Vorgänge, die man verfolgen muss, um einen Menschen zu verstehen. Das ist eine sehr anspruchsvolle Geschichte. Die Menge der Information ist das Entscheidende. Dass es für das Publikum nicht langweilig wird, man aber auch nicht vorzeitig zu viel verrät. Dieselbe Situation hat man auch in Interviews (schmunzelt wissend).

Gibt es einen Unterschied zwischen einer Film- und einer TV-Produktion?
Für Schauspieler nicht. Man kann nicht bei Fernsehfilmen nur 75 Prozent geben und bei Kinofilmen 100 Prozent Ich selbst möchte mir einfach immer treu bleiben. Ich liebe die Abwechslung, ich möchte nicht in einem Ladl drinnen liegen, das bin ich in meiner Jugend lang. Nach einer erfolgreichen Serie, wenn’s um einen bestimmten Typen ging, hieß es immer, "den muss der Steinhauer spielen". Da muss man raus, indem man nein sagt. Das hat auch der sehr verehrte Kollege Markovics beim "Stockinger" gemacht.

Ihr nächstes Projekt?
Ich freu mich auf das nächste Theaterprojekt in der Josefstadt, "Blackbird" von Peter Stein. Man darf den Draht zum Publikum nie verlieren. Wenn man nur dreht, wird man vollkommen betriebsblind, weil man nur vor einem kleinen Team für die Kamera spielt.

Herr Prochaska, Sie haben in den letzten Jahren viele Thriller gedreht …
Prochaska: Die meisten TV-Produktionen sind halt Krimis. Das macht Spaß, aber manchmal komm ich mir schon vor wie ein filmischer Massenmörder. Darum hab ich zum Ausgleich voriges Jahr eine Komödie gedreht, "Die unabsichtliche Entführung der Frau Elfriede Ott".

Gab’s Vorbilder für den Film?
In Vorbereitung für den Film hab ich mir "Michael Clayton", "State of Play" und so Sachen angeschaut. Ich muss mich da eingrooven und versuch auch, mich von Filmen inspirieren zu lassen.

Gibt’s ein Traum-Filmgenre?
Ein Jugendtraum: Ich möchte unbedingt einmal einen Ritterfilm drehen, wo Leute mit Schwertern aufeinander eindreschen (lacht).


tele-TV-Tipp: "Spuren des Bösen"
Mittwoch, 05.01., 20:15 Uhr, ORF 2

Die Zeugin in einem Bauskandal wird ermordet. Ein politischer Skandal soll vertuscht werden.
Dr. Merz (Erwin Steinhauer), Sektionschef des Innenministeriums, traut seinen Mitarbeitern nicht. Also holt er Verhör-Spezialist Richard Brock (Heino Ferch) an Bord. Der soll die geschockte Schwester der Ermordeten zum Reden und Licht in die undurchsichtigen Vorgänge beim SANDAG-Konzern bringen.
Der privat traumatisierte Brock kracht gleich einmal mit Kollegin Vera Angerer (Nina Proll) zusammen. Als jedoch die Zeugin und zwei Polizisten kaltblütig liquidiert werden, Brocks Tochter (Sabrina Reiter) im Krankenhaus ums Überleben kämpft und SANDAG-Boss Michael Sand (Stefan Kurt) über die Medien zurückschlägt, müssen sich die beiden zusammenraufen.

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