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Wiener Blut: Wolfgang Böck im Interview
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Wiener Blut: Wolfgang Böck im Interview

Mit tele sprach Wolfgang Böck über sein Comeback als Kieberer, das österreichische Idiom, Youngtimer und seine Pläne für das neue Jahr.
Veröffentlicht:
22.12.2010
 
Zehnmal ermittelte Wolfgang Böck in "Trautmann", jetzt betritt er wieder das heiße Wiener Pflaster. Als "Schuh" mit Schnauzer.

tele: Im Vergleich zum Trautmann ist der Schuh ein Antiheld. Hat Sie das an der Figur nicht gestört?
Wolfgang Böck: Ich war überrascht, dass man mich überhaupt noch einmal als Polizist besetzt. Es stimmt, der Schuh ist um einiges desillusionierter als der Trautmann, und er stellt sich auch nicht so geschickt an. Ich bin jedoch neugierig, ob es mir gelingt, das TV-Publikum noch einmal als Kieberer zu überzeugen.

Schuh ist korrupt und manchmal dümmer, als die Polizei erlaubt …
Auch das hat mich nicht gestört, sonst hätte ich die Rolle nicht angenommen! Die Brüche in der Figur sind aus der Emotion erklärbar, der Schuh will den Mörder seines Kollegen um jeden Preis dingfest machen.

Wurde "Willkommen in Wien" für Deutschland extra synchronisiert?
Ja. Die Slang-Ausdrücke, die man dem "Flocki" (siehe unten) immer übersetzen muss, sind zwar geblieben, sonst würde der Schmäh ja flöten gehen. Aber das Wienerische musste man für den deutschen Zuschauer (ZDF ist Koproduzent, Anm.) glätten. Ich war jahrelang am Berliner Theater engagiert, da war mein österreichisches Idiom nie ein Problem. Aber beim Film ist das zach.

Sie sind ein Oldtimer-Fan. Sind die Autos, die Sie im Film fahren, Oldtimer?
Nein, die sind aus den Siebzigern und Achtzigern, die nennt man in Sammlerkreisen Youngtimer. Ich besitze einige Oldtimer, ich bin ein Jaguar-Fan.

Was macht der Wolfgang Böck 2011?
Als Intendant der Schloss-Spiele Kobersdorf stecke ich mitten in den Vorbereitungen für nächstes Jahr, es wird Molières "Eingebildeten Kranken" geben. Außerdem mache ich eine neue Lesereise mit Brigitte Neumeister, und an der Volksoper spiele ich den Kagler in "Wiener Blut". Die Premiere ist für den September geplant.

Korrekt oder korrupt?
Nikolaus Leytner lässt in seiner Krimikomödie zwei äußerst unterschiedliche Charaktere aufeinandertreffen.
Der Kasseler "Austauschpolizist" Thorsten (Florian Bartholomäi) ist korrekt, pflichtbewusst und sportlich. Schuh (Wolfgang Böck), dem Thorsten zugeteilt wird, ist korrupt, desillusioniert, dem Alkohol nicht abgeneigt – und hat überhaupt keine Lust, sich mit dem "Piefke" auseinanderzusetzen, gibt ihm nur Idiotenjobs und nennt ihn "Flocki".  Ein mord und kein Verdacht
Dass er den Mörder seines Partners wohl niemals finden wird, macht Schuh schwer zu schaffen. Nur dank – eh klar – "Flocki" Thorstens vorerst unerwünschter Hilfe kommt Schuh der Wahrheit näher. In seiner Frustration legt er sich mit einem russischen Unterweltkönig (Heinz Hoenig) an, der eine Nummer zu groß für ihn ist … In weiteren Rollen: Aglaia Szyszkowitz, Ursula Strauss, Johannes ­Silberschneider und Julia Stemberger.

tele-TV-Tipp:
"Willkommen in Wien"
Samstag, 25.12., 20:15 Uhr, ORF 2
 
 

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