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Dem Himmel so fern

Dem Himmel so fern
Starttermin:
13.03.2004
Teaser:
Auf den ersten Blick glaubt man, einen Film mit Doris Day und Rock Hudson zu sehen, dem Kino-Traumpaar der fünfziger Jahre. Doch "Dem Himmel so fern" geht über das "Heile Welt"-Image hinaus. Und ist zu Recht ein Favorit bei den diesjährigen Oscar-Verleihungen.
Veröffentlicht:
03.03.2003
Hartford/Connecticut, im Jahr 1957: Die Whitakers symbolisieren wie keine andere Familie die Idealvorstellung von der amerikanischen heilen Welt. Während Oberhaupt Frank (Dennis Quaid) als örtlicher Chef des Fernsehgeräteherstellers Magnatech TV Karriere macht, kümmert sich seine liebevolle, stets lächelnde Frau Cathy (Julianne Moore) um Haus und Kinder. Das perfekte Glück, könnte man meinen.

Doch der Schein trügt. Cathys heile Welt zerbricht, als sie eines Tages die homosexuellen Neigungen ihres Mannes entdeckt, die er in einschlägigen Clubs auslebt. Verwirrt wendet sie sich an den schwarzen Gärtner Raymond (Dennis Haysbert), den einzigen Menschen, dem sich Cathy anvertrauen kann. Schon bald verfällt sie zusehends dem Charme des einfühlsamen Farbigen, was ihrem konservativen Umfeld nicht verborgen bleibt.

Regisseur Todd Haynes sieht "Dem Himmel so fern" als Hommage an Douglas Sirks' Melodramen der Fünfziger. Doch während Doris Day und Rock Hudson die Illusion des perfekten Glücks in ihren Filmen zelebrierten, blickt Haynes hinter die Fassade der scheinbar heilen Welt. Der Film bewegt, weil er ohne jegliche Ironie auskommt und ein realistisches Abbild der fünziger Jahre liefert.
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