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Interview mit Ulrich Noethen und Max von Thun

Interview mit Ulrich Noethen und Max von Thun

Zusammen in der Komödie "Trau' niemals deinem Chef"
Veröffentlicht:
31.08.2010
 
Interview mit Ulrich Noethen

Was ist das Grundproblem Ihrer Filmfigur Oskar Moedebeck?

Ich denke, er selbst ist sein größtes Problem. Oskar fällt es sichtlich schwer, sich auf neue Lebenssituationen einzustellen. Er fühlt sich fremdbestimmt, und dagegen begehrt er auf.

Finden Sie Oskar Moedebeck komisch oder eher tragisch? Und falls tragisch, warum können wir als Zuschauer über ihn lachen?
Ich finde ihn durchaus komisch. Es gelingt Oskar – wenn auch teilweise unbewusst – mit einer Portion Selbstironie, sein berufliches und privates Leben wieder zu sortieren und letztendlich in den Griff zu bekommen.

Was macht für Sie den besonderen Reiz einer solchen Figur aus?
Oskar ist ein grundsätzlich positiv denkender Mensch. Es gelingt ihm, seine eingefahrenen Gleise zu verlassen. Trotz des beruflichen Rückschlags nutzt er selbigen als Chance und geht am Ende gestärkt bzw. als Gewinner aus seiner… nennen wir es… Lebenskrise hervor.

Oskar Moedebeck muss erkennen, dass er sich, auch wenn er sich zu Recht übergangen fühlt, ändern und von seinen Prinzipien abrücken muss, um nicht ins Abseits zu geraten. Kennen Sie solche Situationen bzw. dieses Gefühl, dass man sich ändern muss, obwohl man dazu zunächst keinen Grund sieht?
Jeder von uns ist sicherlich schon das ein oder andere Mal in seinem Leben an einem Punkt gewesen, der es notwendig gemacht hat, eigene Prinzipien in Frage zu stellen und sie bestenfalls auch zu brechen. Ich finde, es bedarf dabei vor allem eines gesunden Maßes an Selbstreflexion, um diese Situationen zu bewältigen und eine vermeintliche Schwäche zur Stärke werden zu lassen.

Was ist dabei die Chance der Figur?
Genau diese.

"Trau' niemals deinem Chef" ist eine Komödie. Waren die Dreharbeiten auch so lustig?
Drehen bedeutet für mich in erster Linie, konzentriert zu arbeiten und meine Rolle mit Leben zu füllen. Aber natürlich gab es witzige Situationen, die aus dem Spiel heraus entstanden.

Würden Sie sich selbst als Komödianten bezeichnen?
Sagen wir es so: Ich halte mich durchaus für einen humorvollen Menschen und habe Spaß am Darstellen "leichter Figuren", aber ob ich zum Komödianten tauge, müssen schlussendlich die Zuschauer beurteilen.


Interview mit Max von Thun

Wären Sie gerne Chef eines Unternehmens?
Ich wäre kein guter Chef, da ich viel zu chaotisch bin. Aber ich arbeite gerne im Team – vorausgesetzt, dass das Team nett ist und gute Arbeit leistet.

Wie wichtig war das Ensemble für Ihr Spiel?
Je besser die Kollegen, desto besser das eigene Spiel.

Raphael Bluhm hat zwei Gesichter: Er ist der ehrgeizige Karrierist und zugleich romantischer Liebhaber. Wie ist das schauspielerisch zu bewältigen?
Je mehr Facetten eine Rolle hat, umso spannender wird es, sie zu spielen.

Gab es eine spezielle Vorbereitung auf die Rolle?
Ich bereite mich auf jede Rolle so gut es geht vor. Aber wochenlange Recherche war in diesem Fall nicht nötig.

Sie sind auch Musiker und machen ihre eigene Musik. Wie würden Sie den Unterschied in der Arbeitsweise – Songs schreiben und Figuren kreieren – beschreiben?
Meine Songs sind authentisch. Ich schreibe die Texte und die Musik. Diese Freiheit habe ich beim Drehen nicht. Da bin ich auf gute Drehbücher angewiesen, eine gute Produktion, gute Kollegen und muss versuchen, mir fremde Texte so gut wie möglich anzueignen.

Beeinflusst die Musik Ihre schauspielerische Arbeit?
Musik beeinflusst mein gesamtes Leben. Sie verstärkt Emotionen, weckt Erinnerungen und hilft mir beim Drehen auch oft, um mich in bestimmte Stimmungen zu versetzen.

"Trau' niemals deinem Chef": 6.9., ZDF, 20.15 Uhr
 
 

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