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Interview mit Sophie Schütt und René Steinke

Interview mit Sophie Schütt und René Steinke
Veröffentlicht:
18.05.2010
Traumpaar vor der Kamera
Wie war es, wieder gemeinsam vor der Kamera zu stehen?
Sophie Schütt: Schon als ich hörte, dass René und ich wieder einmal gemeinsam vor der Kamera stehen, habe ich mich auf die Zusammenarbeit gefreut. Es ist schön, wenn man sich kennt und vertraut und gegenseitig schätzt und mag. Der Film hat einen ganz eigenen Humor. Für René und mich war das Neuland und eine gemeinsame neue "Reise".
René Steinke: Es ist schon ungewöhnlich, wenn Schauspieler in mehreren Filmen als Paar vor der Kamera stehen. Unser erster gemeinsamer Spielfilm ("Traumprinz in Farbe") war 2003 sehr erfolgreich. Die Zuschauer mochten diesen Film und Sophie und ich waren in der glücklichen Lage, dass SAT.1 uns in den folgenden Jahren erneut zusammen besetzte. Jetzt hatten wir beide die Gelegenheit mit "Auch Lügen will gelernt sein" ein Paar zu zeigen, dass die Kennenlernphase schon seit vielen Jahren hinter sich hat – die Schmetterlinge im Bauch sind etwas ruhiger geworden und Alltagsprobleme bestimmen mehr oder weniger den Alltag, den mittlerweile auch zwei Kinder "bereichern"! Es hat mir großen Spaß gemacht, mit Sophie diesen weiteren Aspekt einer Partnerschaft zu zeigen und wer weiß, vielleicht stellen wir ja dann demnächst unsere Enkelkinder vor!

In "Auch lügen will gelernt sein" wird oft geflunkert, Geschichten werden erfunden und Notlügen aufgetischt – wann ist es für Sie in Ordnung die Unwahrheit zu sagen?
Sophie Schütt: Ich glaube an die Wahrheit, auch wenn sie manchmal unbequem sein kann. Das gehört einfach zum Leben dazu. Wenn man einmal anfängt zu Lügen, verstrickt man sich schnell und kommt kaum mehr raus. Das wäre mir zu anstrengend.
René Steinke: Die Grenze muss jeder für sich ziehen. "Lüge nicht" kann in meinen Augen nur eine Mahnung sein, nicht leichtfertig mit der Wahrheit umzugehen. In "Auch Lügen will gelernt sein" zeigen wir, was passieren kann, wenn ein ganz normaler Durchschnittsbürger von einer Sekunde zur nächsten sein bisheriges Leben auf den Kopf gestellt bekommt. Da Horst Michalke die "Kunst des Lügens" nicht beherrscht, verwischt die Grenze von Flunkern, Schwindeln und Notlüge. Wie sagt man so schön? Außergewöhnliche Situationen erfordern außergewöhnliche Maßnahmen!

Süleyman wirbelt das Leben der Familie Michalke ordentlich durcheinander. Braucht es manchmal einen Anstoß von Außen um sein Leben zu überdenken?
Sophie Schütt: Ja, ich glaube, so ein Anstoß von außen kann sehr hilfreich sein, um sein Leben zu überdenken oder sogar zu ändern. Manchmal muss man seine gewohnten Bahnen verlassen, um einen neuen Ansatz zu finden. Allein traut man sich oft nicht, vielleicht auch, weil man zu bequem und zu eingefahren in seinen Denkmustern ist.
René Steinke: Meines Erachtens hilft eine Krise den meisten Menschen, ihr Leben zu überdenken. Die Krise als Chance! Horst Michalke lebt seit geraumer Zeit im sogenannten Alltagstrott. Er hat sich arrangiert, ist ein wenig festgefahren, Rituale bestimmen den Tagesablauf, die Ohren für die Probleme der Familie sind immer häufiger "auf Durchgang geschaltet", weil eigene berufliche Sorgen einer vermeintlich größeren Aufmerksamkeit und Zuwendung bedürfen. Man sollte sich vielleicht wünschen, dass es eigentlich nicht die Hilfe von Außen braucht, sein Leben zu überdenken – wach und empfindsam sich immer wieder selbst und sein Leben hinterfragen. Na, mal ehrlich, wer schafft das schon. Wohl dem, der wenigstens dann den Anstoß von Außen zum Anlass nimmt, um zu handeln.

"Wir glauben das, was wir uns wünschen", sagt Süleyman am Ende des Films – was ist Ihr größter Wunsch?
Sophie Schütt: Dass ich mein Leben weiter nach den Prinzipien meines Herzens leben kann und nicht nur nach Konvention von Außen. Dass ich gesund bleibe und mich und andere Menschen glücklich machen kann.
René Steinke: Die Bedeutung des Wortes Weltfrieden gefällt mir! Sollte sich die Erfüllung dieses Wunsches aufgrund von Schwierigkeiten bei der Umsetzung noch etwas hinauszögern, würde ich mir erst einmal wünschen, dass den Zuschauern am 25. Mai in SAT.1 unser Film "Auch Lügen will gelernt sein" gefällt!

Interviews

Interview mit Sophie Schütt und René Steinke
Interviews, 18. Mai 2010
Wie war es, wieder gemeinsam vor der Kamera zu stehen? Sophie Schütt: Schon als ich hörte, dass René und ich wieder einmal gemeinsam vor der Kamera stehen, habe ich mich auf die Zusammenarbeit gefreut. Es ist schön, wenn man sich kennt und vertraut und gegenseitig schätzt und mag. Der Film hat einen… mehr >
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