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Charmante Begegnung
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Charmante Begegnung

Barbara Karlich im tele-Interview!
Veröffentlicht:
21.04.2010
 
tele:Inwiefern hat sich die Show im Laufe der Jahre verändert?
Karlich: Im Studio wurden immer wieder kleine Relaunches vorgenommen. Ansonsten haben sich die Themen geändert. Themen, die vor fünf Jahren richtige Aufreger waren, empören heute nicht mehr. Und ich habe mich optisch gewandelt – von blond auf dunkel, von dünn auf nicht mehr ganz so dünn.

Gibt es ein Thema, das Ihnen ganz besonders am Herzen liegt?
Ich orientiere mich nicht an den Themen, sondern an den Gästen. Mich interessiert Gott sei Dank alles, weil mich die Menschen interessieren. Ich beobachte Menschen gerne. Sie stehen für mich im Fokus und ich höre gerne, was sie zu erzählen haben.

Ist es im Laufe der Zeit schwieriger geworden, Gäste für die Sendung zu finden?
Ich würde eher sagen, dass es leichter geworden ist. Dazu müsste man jetzt aber unsere Redakteure befragen, weil sie unter die Menschen gehen, bundeslandweit unterwegs sind und dabei tolle Arbeit leisten. Was ich dazu sagen kann: Es ist bestimmt nicht leicht, Gäste zu finden. Es gibt noch etliche, die zu mir auf die Bühne müssen. Bei Österreichs Einwohnerzahl ist noch jede Menge Potential vorhanden.

Wird der Job denn niemals langweilig?
Wie soll mir langweilig werden, wenn ich nie dasselbe mache? Jede Sendung ist anders. Jeder Gast, jedes Thema, jedes Publikum ist anders. Und mein Leben per se ist ja auch nicht fad – jetzt mit meiner Tochter erst recht nicht (Anm.: Barbara Karlich ist mit Nachrichtenredakteur Roland Hofbauer verheiratet und hat mit ihm eine 2-jährige Tochter).

Wie lassen sich Ihr Berufs- und Privatleben vereinbaren?
Wenn man rund um die Uhr mit seinem Kind zusammen ist, dann ist arbeiten eine wunderbare Entspannung. Bei den Aufzeichnungen ist meine Kleine entweder bei meiner Mama oder bei meinem Mann. Sonst nehme ich sie überall hin mit. Ich sage jeder jungen Mutter, dass es von Tag zu Tag besser wird. Ab dem Moment, an dem sie laufen können, wird es unkomplizierter.

Gibt es berufliche Nebenprojekte?
Letzten Sommer habe ich ein Buch geschrieben. Da hatte ich eine Fußoperation und viel Zeit. (Anm.: "Spitzbuben & Sternschnuppen. Wahre Liebesgeschichten aus Österreich", im Verlag Edition a erschienen). Das verkauft sich sehr gut. Diesen Sommer übernehme ich die künstlerische Intendanz vom „Theatersommer Burg Pitten“. Im August spielen wir Shakespeares „Der Widerspenstigen Zähmung“. Ich übernehme darin die Rolle der Katharina. (Anm.: Infos auf: www.theatersommerpitten.at)

Was ist das Erfolgsgeheimnis Ihrer Show?
Die Talkgäste, die zu mir kommen, sind echte Menschen mit wahren Geschichten. Ich bin eine von ihnen, begegne ihnen mit großem Respekt und nehme sie mit dem gewissen Schmäh. Keiner wird bei mir vorgeführt. Man soll sich bei mir als Gast wohlfühlen.

Gibt es einen prominenten Wunschgast?
Es wird immer wieder Menschen geben, die mich faszinieren. Und die müssen nicht zwingend prominent sein. Ich finde zum Beispiel, die Bergbäuerin kann manchmal spannender als der Uni-Professor sein. Wenn ich mir einen prominenten Gast aussuchen darf, dann würde ich mir Christoph Waltz wünschen. Noch lange, bevor er den Oscar bekommen hat, habe ich ihn in einem Zweiteiler mit der Iris Berben gesehen. Ich war wahnsinnig beeindruckt von seinem subtilen Spiel.

Der unvergesslichste Moment?
Einer der größten Momente war, als Maximilan Schell überraschend in meine Sendung gekommen ist und mich in die Babypause verabschiedet hat. Wir sind schon seit Jahren befreundet, aber ich hätte mich nie getraut, ihn zu fragen, ob er die Show besucht.  Das war überwältigend!

Was macht Frau Karlich in zehn Jahren?
Wahrscheinlich die 150.000ste Diät. Wir werden uns mit einer pubertierenden Tochter abfinden müssen und wahrscheinlich werde ich immer noch Fernsehen machen. Es kann gut sein, dass ich in 50 Jahren halb blind und taub im Rollstuhl ins Studio geschoben werde und mich für die jahrzehntelange Treue bedanke.

Fernsehtipp: "Die Barbara Karlich Show", 2.000ste Sendung, am 5. Mai in ORF 2 um 16 Uhr. Getalkt wird zum Thema "Ohne Partner bin ich nicht komplett".
 
 

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