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Interview mit Rebecca Immanuel

Interview mit Rebecca Immanuel

Im ZDF am 18. April: "Ein Sommer in Kapstadt"
Veröffentlicht:
13.04.2010
 
Für die Dreharbeiten sind Sie nach Südafrika gereist. Waren Sie zum ersten Mal dort? Was hat Sie besonders beeindruckt?
Ja, ich war zum ersten Mal in Südafrika und habe vor allem Kapstadt und seine Umgebung kennengelernt. Man ist umgeben von einer eigenwilligen, rauen Berglandschaft und dem weiten Meer. Die Menschen sind sehr freundlich, offen und hilfsbereit. Und ich glaube, das liegt nicht nur am schönen Wetter. Die Mischung von Menschen in Kapstadt fand ich faszinierend. Ein europäischer Einfluss trifft auf jede Menge Afrikanisches und Asiatisches. 

Haben Sie auch kulinarisch etwas Besonderes erlebt?
Leider nein: Da ich wirklich fast die komplette Zeit gearbeitet habe, hatte ich kaum Zeit, in ein traditionelles Restaurant zu gehen. Zu der Zeit kursierte auch noch eine Magen-Darm-Grippe und ich habe zehn Pfund abgenommen…

Wie empfinden Sie die Liebesgeschichte zwischen einer deutschen weißen Frau und einem farbigen südafrikanischen Mann?
Als ich das Drehbuch las, hat mich vor allem die Entwicklung der Sophie Engel interessiert. Eine eher naive Frau, die durch einen Schicksalsschlag aufwacht und ihr eigenes Leben in die Hand nimmt. Notgedrungen muss sie Entscheidungen fällen, die mutig und unkonventionell sind. Auf dem Weg, ihren Ehemann Dirk mit allen Mitteln zurückzuerobern, benutzt Sophie Gabriel dazu, die Nebenbuhlerin aus dem Feld zu schlagen. Dabei wird ihr jedoch klar, dass Gabriel alle die inneren Werte verkörpert und lebt, die sie bei ihrem Ehemann vermisst: Wertschätzung, Familiensinn und Verantwortung gegenüber Kindern. Gabriel kümmert sich ehrenamtlich um HIV-infizierte Kinder und um Aids-Prävention in einem Township. Dass Gabriel eine andere Hautfarbe hat, ist hier absolut nebensächlich. Aber ich finde es natürlich gut, dass man heute einen solchen Film in Südafrika drehen kann. Vor 25 Jahren wäre das noch nicht möglich gewesen.

Wie lief die Zusammenarbeit mit Ray Fearon, der ja Englisch spricht?
Das war kein Problem, weil ich sehr gut Englisch spreche. Vor der Kamera habe ich Deutsch gesprochen und er Englisch. Ray ist ein toller Schauspielkollege, der mit sehr wenigen Mitteln viel erzählt. Die Sparsamkeit seiner Darstellung hat mich inspiriert, und die Figur der Sophie Engel hat davon profitiert. Ray war übrigens das erste dunkelhäutige Mitglied der Royal Shakespeare Company in London.

In dem Film hört man Sie auch singen. Wie kam es dazu?
Ich wurde gefragt, ob ich den Love-Song, den man in dem Film mehrmals im Hintergrund hört, selber singen möchte. Ich habe sofort zugestimmt. Dieser Song ist wichtig, um die Geschichte zwischen Dirk und Sophie zu verstehen. Er steht für die Zeit, in der die beiden Mitglieder einer Jugendband waren. Außerdem hat unser Filmkomponist Micki Meuser für eine melancholische Stelle des Films einen weiteren Song geschrieben, den ich ebenfalls eingesungen habe.

Sind Sie denn gesanglich ausgebildet?
Gesangsunterricht gehört zur Schauspielausbildung und das Singen war jahrelang mein Hobby. Schon in der Schule habe ich Chansons gesungen und war Sängerin in einer Rockband. Prima, dass ich jetzt mal wieder in einem Film etwas singen durfte.

 "Ein Sommer in Kapstadt": 18.4., ZDF, 20.15 Uhr
 
 

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