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"Schüchtern bin ich immer noch"

"Schüchtern bin ich immer noch"
Veröffentlicht:
12.05.2009
Interview mit Anne Brendler
Wie bist du zur Schauspielerei gekommen?
Anne Brendler: Das war, nun ja, ein bisschen Zufall und auch viel Stupserei von meinen Freundinnen. Also ich bin nicht so die klassische "schon-als-Kind–sagend: ich will Schauspielerin werden" Kandidatin.

Ich habe eine Freundin (so ’ne Kindschauspielerin) von mir auf einem Dreh besucht und sie sollte in einer Szene von einem Boot aus in einem riesigen See rum schwimmen. Sie ist (war!!!!, wenn ich das nicht sage, gibt’s Ärger) aber so ein bisschen wasserscheu und es war noch sehr früh und da hat sie mich gefragt, ob ich das nicht machen kann. Na ja und was tut man nicht alles für seine Freundin... Der Regisseur hat mich dann in seinem nächsten Film besetzt ("Tatort", ich war das Opfer).

Und bist Du jetzt glücklich über diesen Zufall?
Ja, doch, ja. Ehrlich gesagt, hat es "etwas" gedauert, so 10 Jahre, bis ich überhaupt kapiert habe, was ich da mache. Und das Schlimme ist, dass dadurch der Ehrgeiz erwacht. Und nun bin ich notorisch unzufrieden mit meinen Leistungen.

Und hat dich der Beruf verändert?
Oh, doch, ich denke schon. Ich habe neulich mal gelesen, dass sich zurückhaltende Menschen gerne einen Medienberuf wählen, um gehört zu werden und ihre Schüchternheit zu überwinden. So eine Art Therapie also. Und das trifft hundertprozentig auf mich zu. Schüchtern bin ich natürlich immer noch.

Was für eine Rolle spielst du in "Zeit für Träume"?
Ich spiele eine Frau an einem Wendepunkt in Ihrem Leben. Es gibt da einige moralische Entscheidungen zu treffen und na klar, die ganzen Männer um mich rum bringen mich auch etwas aus der Fassung.

Wie war der Dreh?
Absolut herrlich. Wir haben auf einer kleinen Nordseeinsel gedreht, und bis auf die Tatsache, dass es immer wahnsinnig windig war und ich deshalb nur Haarspraybetonfrisuren gehabt habe, war es einfach nur schön.

Zeit der Träume: 17. Mai, ZDF, 20.15 Uhr

Interviews

"Schüchtern bin ich immer noch"
Interviews, 12. Mai 2009
Wie bist du zur Schauspielerei gekommen?Anne Brendler: Das war, nun ja, ein bisschen Zufall und auch viel Stupserei von meinen Freundinnen. Also ich bin nicht so die klassische "schon-als-Kind–sagend: ich will Schauspielerin werden" Kandidatin. Ich habe eine Freundin (so ’ne Kindschauspielerin) von … mehr >
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