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Auf Pater Brauns Spuren

Auf Pater Brauns Spuren

Interview mit Francis Fulton-Smith
Veröffentlicht:
27.04.2008
 
Die Darstellung eines Paters erfordert sicherlich eine besonders tiefe Auseinandersetzung mit der Rolle. Wie haben Sie sich dar­auf vorbereitet?
Francis Fulton-Smith: Ich habe diverse Bücher über Glauben und Kirche gelesen und hatte die besondere Möglichkeit, mit Vertretern des Vatikan zu sprechen. Sie gaben mir die Möglichkeit, ein wenig hinter die Kulissen zu sehen und mehr über die komplexen Zusammenhänge in der christlichen Lehre und im Vatikan zu begreifen.

Sie haben unter anderem auch in Rom gedreht, im Priestergewand gespielt und wurden nicht selten für einen echten Geistlichen gehalten. Wie war es für Sie, in der ewigen Stadt zu drehen?
F.F.S: In Rom zu drehen ist an sich schon ein Geschenk Gottes. Der Vatikan ist das geistliche Zentrum der Stadt und der Katholischen Kirche. Wenn man selbst in Soutane, mit Zingulum und Solideo inmitten steht, spürt man schon die gewaltige Kraft, die von hier ausgeht, und vielleicht ertappt man sich auch insgeheim bei dem Gedanken, ein bisschen Stolz zu sein, dem Heiligen Vater und Gott zu dienen, wenn auch nur im übertragenen Sinn...

Hat Sie die Rolle inspiriert, über Ihren eigenen Glauben nachzudenken?
F.F.S: Ich glaube, es gibt eine neue Sehnsucht der Menschen, sich wieder verstärkt mit dem eigenen Kultur- und Glaubenskreis auseinander zu setzen. Wer erinnert sich noch genau an die Unterschiede im Alten und Neuen Testament? Was war noch einmal die Genesis und wie lauten die Zehn Gebote? Warum feiern wir Weihnachten und was geschah an Ostern? Viele Fragen, die erstaunlich viele Menschen heute nicht mehr einfach so beantworten können...

Und auch die religiösen Themen, die wir in der Serie behandeln, kennen viele Menschen gar nicht mehr. Wer ist St. Emmeram, wie ist er ums Leben gekommen und warum? Oder, dass die Mari ein heidnisches Volk sind, das noch heute mitten in Europa existiert? Ich hoffe, es gelingt uns mit unserem neuen Krimiformat, die Menschen, neben guter Unterhaltung, auch anzuregen, sich auf die spannenden Abenteuer der christlichen Lehre einzulassen. Für mich war die Arbeit mit der Rolle Pater Castell eine gute Gelegenheit, mein Wissen aufzufrischen.

Ihr Auftrag, Pater Castell: ab Donnerstag, 8.5., 20.15 Uhr, ZDF (4 Folgen)
 
 

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