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„Es ist ein Sexfilm“
© Wüste Film

„Es ist ein Sexfilm“

Gespräch mit Christian Ulmen über die Fußball-Komödie "FC Venus"
Veröffentlicht:
25.04.2006
 
Herr Ulmen, wie kam der "FC Venus" zu Ihnen (oder Sie zu ihm)?
Da ich allgemeinhin als sportlich gelte und von Natur aus gebaut bin wie ein Mittelstürmer, lag es nahe, mich zu besetzen. Ich werde zwar oft auf meinen Körper und mein athletisches Antlitz reduziert und habe deshalb immer Rollen angenommen, die nicht so viel mit Sport zu tun haben. Aber weil "FC Venus" eine der originellsten Geschichten über Männer, Frauen und natürlich den Fußball ist, die ich je las, habe ich froh und glücklich zugesagt.

Frauen gegen Männer auf dem Fußballplatz – wie haben Sie sich bei diesem Gedanken gefühlt?
Wie ein Elch vor der Paarung mit einem Meerschwein. Aber als ich sah, wie die Nora Tschirner trainiert hat und wie sie mit ihren roten Bäckchen und Schweißperlen auf der Stirn den Zidane-Übersteiger-Trick vorführte, fühlte ich mich eher wie ein Meerschwein vor der Paarung mit einem Elch.

Was erzählt der Film außer einer Fußballgeschichte?
Eine Liebesgeschichte. Liebe zum Sport, Liebe zwischen Menschen und zwischen Anna, also Nora Tschirner, und Paul, mir. Wir haben uns oft geküsst während der Filmaufnahmen, um ein Liebespaar darzustellen. Das war nicht immer einfach, denn Nora Tschirner hatte Husten. Wir spielten ein Liebespaar, das sich belügt. Es geht also auch um die Frage, wieviel Lüge ein Liebespaar aushält und wann eine Lüge dem Überleben der Beziehung dient und wann sie nur zum Selbstzweck eines Einzelnen besteht.

Sie sagen, Sie seien in der Schule beliebt gewesen, so lange Sie beim Fußballspielen niemandem im Weg rumgestanden hätten. Wie erging es Ihnen beim Dreh?
Ich kann von Glück sagen, dass im Drehbuch stand, wann der Ball mal zu mir sollte. Wenn wir improvisiert Fußball spielten, hat sich wieder keiner getraut, den Ball zu mir zu passen. Bei meiner Fehlpassquote kann ich das niemandem verübeln.

Wir würden Sie "FC Venus" beschreiben?
Eigentlich ist es weder ein Fußball- noch ein Liebesfilm, es ist ein Sexfilm.

Wie war die Zusammenarbeit mit Nora Tschirner?
Sehr gut. Ich kannte das Mädchen ja durch unsere gemeinsame MTV-Zeit gut, mag sie gern leiden, wusste bereits, was man tun muss, damit sie richtig schlecht gelaunt wird. Da sie bei guter Laune gerne sehr, sehr viel redet, war dieses Wissen durchaus effektiv ab und an.

Was war für Sie das Schwierigste bei den Dreharbeiten?
Fußball spielen.

Was hat Ihnen am meisten Spaß gemacht?
Fußball spielen.
 
 

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tele-Heft 49/2016

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