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Until the Light Takes Us
© Rapid Eye Movies

Until the Light Takes Us

Alles, was Sie über Black Metal im Norwegen der 90er jemals wissen wollten. Oder nicht.
Teaser:
Veröffentlicht:
12.11.2010
 

Um die Black-Metal-Szene der 90er ranken sich Mythen, die genauso missverständlich und elaboriert sind wie die absonderlichen Runen-Schriftzüge, die die Bands selber ihr eigen nannten. Schwarzgekleidete langhaarige Buben, die im Wald Satan anbeteten, krachigen Lärm mit seltsamen Bands veranstalteten, gerne Kirchen abfackelten und teilweise stark suizidgefährdet waren, so könnte die Sicht von Außen ausschauen. Für Metal-Fans bedeutete die musikalische Entwicklung etwas ganz anderes, eine neue musikalische Richtung wurde eingeschlagen, die mehr war als ein oberflächlicher Flirt mit dem Satanismus. Wer mehr wissen will, sollte sich die erhellende Doku "Until The Light Takes Us" zu Gemüte führen. Hier sprechen die Protagonisten der Szene selbst, auch jene, die nach den Vorfällen von damals immer noch im Gefängnis sitzen.

Unter den Interviewten sind Gylve "Fenriz" Nagell (DARKTHRONE) und Varg "Count Grishnackh" Vikernes (BURZUM). Der Film beschönigt nichts an den Aussagen seiner Helden, deren teils durchaus widersprüchlicher Inhalt mehr über die Szene erzählt, als damalige Sensationsmeldungen. Manche blicken ungläubig zurück, distanzieren sich, andere beschönigen gnadenlos, wieder andere scheinen immer noch in pubertären Phantasien eines 15-Jährigen gefangen.

Unabsichtlich komisch werden die Interviews oft, selbst bei ernsten Themen, schuld daran sind die selbstgewählten Black-Metal-Künstlernamen: "Und da fand ich Dead, er lag seit zwei Wochen da und war tot".

 
 

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