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Die Invasion der Barbaren

Die Invasion der Barbaren
Teaser:
Quebec in den 80er-Jahren: Eine Gruppe befreundeter Geschichtsdozenten trifft sich, um das Wochenende gemeinsam mit den Partnerinnen im Landhaus von Rémy zu verbringen. Die Gespräche der Neurotiker kreisen eigentlich nur um Sex und Zwischenmenschliches. Dies ist der (grobe) Inhalt von Denys Arcands "Untergang des amerikanischen Imperiums" (1986).

Veröffentlicht:
12.02.2004
17 Jahre später: Erneut treffen sich die lebensfrohen Freunde von damals, anbei die erwachsenen Kinder - diesmal um Abschied zu nehmen von Rémy (nach wie vor: Rémy Girard), der im Sterben liegt. Vom traurigen Anlass lassen sich die Anwesenden - inklusive des mit Drogen vollgepumpten Rémy - nicht in ihrer Vergnügungssucht beirren.

Die schwarze Komödie und Gesellschaftssatire wurde in Cannes bereits mit 2 Preisen für das Beste Drehbuch und die Beste Darstellerin ausgezeichnet, auch dank Äußerungen des zynischen Rémy auf dem Sterbebett wie: "Ich will nicht mit Ihnen tauschen, Schwester! Sie müssen bis in alle Ewigkeit Harfe spielen, auf einer Wolke; zwischen Johannes Paul II., einem düsteren Polen, und Mutter Theresa, einer schmierigen Albanerin."

Ob der außerdem mit amerikakritischen Kommentaren gespickte Film wirklich 2004 von der Academy mit dem Oscar ausgezeichnet wird? Es wäre Denys Arcand auf jeden Fall zu wünschen.
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