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Das weiße Band

Das weiße Band
© Pressebüro Kösegi
Teaser:
Michael Hanekes preisgekröntes Drama erscheint rechtzeitig zur Oscar-Verleihung auf DVD.
Veröffentlicht:
05.03.2010
Eine deutsche Kindergeschichte

In strengem Schwarzweiß zeigt Haneke die Geschehnisse in einem kleinen Dorf in Norddeutschland, kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges. Ein Mikrokosmos, der von Abhängigkeitsverhältnissen geprägt ist – Gewalt wird hier von oben nach unten verteilt. Der Baron (Ulrich Tukur) herrscht uneingeschränkt über die Bauern, die wiederum über ihre Frauen und Kinder wie über Untergebene bestimmen. Das titelgebende weiße Band bekommen die Kinder als Zeichen der Reinheit umgebunden, nachdem sie für ein Vergehen bestraft wurden. Der Begriff "glückliche Kindheit" existiert hier nicht.

Pastor (Burkhart Klaussner) und Arzt (Rainer Bock) befinden sich ebenfalls an der Spitze des Patriarchats. Zwischenmenschliche Zuneigung ist hier nicht vorgesehen – die Beziehungen sind von strengen Strafen und Erniedrigungen geprägt. Der Dorflehrer ist in dieser und anderer Hinsicht ein Außenseiter. Als es im Dorf zu einer unheimlichen Serie von Verbrechen kommt, versucht er sie aufzuklären. Es ist jedoch niemand daran interessiert, die Geschehnisse hinter den Kulissen an die Öffentlichkeit kommen zu lassen.

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