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Mittwoch, 07.12.2016 13:32 Uhr
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Spurwechsel

Spurwechsel

Teaser:
Ein Film mit einer buddhistischen Aussage: Gutes Karma gibt's nur durch gutes Handeln. Leider wird diese Quintessenz edler Geisteshaltung den Protagonisten erst am Ende des Films bewusst. Zuvor passiert kurz gesagt Folgendes:

Veröffentlicht:
06.08.2003
 
Der aufstrebende Anwalt Gavin Banek (Ben Affleck) und der kleine Angestellte und halbwegs trockene Alkoholiker Doyle Gipson (Samuel L. Jackson) sind beide im jeweiligen Auto auf dem Weg zum Gericht - der Anwalt, um in einem brisanten Prozess wichtige Beweis-Papiere vorzulegen, der Angestellte, um das gemeinsame Sorgerecht für seine beiden Kinder zu erhalten.

In der Hektik bauen sie einen Unfall mit Blechschaden an Gipsons Auto. Der nervöse Banek hinterlässt nur einen Scheck und lässt Gipson mit dem kaputten Wagen einfach stehen. Beide kommen zu spät zu ihren Terminen und beide bringt dieser Verzug in höchste Bredouille: Anwalt Banek hat am Unfallort einen Teil seiner Unterlagen verloren (die von Gipson eingesammelt wurden), Gipson hingegen hat den Termin verpasst und wurde in seinen Forderungen einfach übergangen.

Banek bekommt die richterliche Auflage, die Unterlagen noch am gleichen Tag vorzulegen. Er trifft zufällig den mittlerweile stinksauren Gipson, der die Akte nach seinem Termin voller Wut weggeworfen hat, und bewirkt nur noch größeren Zorn. Gipson holt sich die kostbaren Beweisunterlagen zurück und faxt einen Auszug plus hämische Bemerkung an den Anwalt.

Banek glaubt, dass er härtere Maßnahmen ergreifen muss, um an seine sehnlichst benötigten Papiere zu gelangen. Er schaltet einen Hacker ein, der Gipson das Konto sperren lässt, und will so die Rückgabe erpressen. Und das gerade in dem Moment, als Gipson ohnehin beschlossen hatte, die Mappe zurückzugeben. So was macht natürlich trotzig. Da hat man ganz schnell die Radmuttern des anderen gelockert...

Und so geht es den ganzen Film immer weiter: Der Zuschauer muss fassungslos mit ansehen, wie die beiden Männer sich gegenseitig mit fiesesten Mitteln in die Knie zwingen wollen. Beide werden im Laufe des einen Tages, an dem die gesamte Filmhandlung geschieht, immer verbitterter. Denn Gipson lädt durch sein kindisches Verhalten den erbitterten Zorn seiner Ex-Frau auf sich, die er doch eigentlich zurückgewinnen wollte.

Banek hingegen entdeckt, dass seine Vorgesetzten und Partneranwälte ihn im Sinne ihrer korrupten Machenschaften einspannen wollen. Er soll sogar die verlorenen Akten einfach fälschen; als er es nicht macht, hinterlegen sie das gefälschte Material einfach hinter seinem Rücken bei Gericht.

Beide müssen also quasi erst durch das Fegefeuer, um Läuterung zu erfahren. Die gibt es zum Glück auch am Ende des Films, sonst würde es sich ja auch nicht um einen amerikanischen Spielfilm handeln. So kann der Zuschauer beruhigt die Flimmerkiste ausschalten und wieder an das Gute im Menschen glauben.

Doch halt! Vorm Ausschalten gibt es noch ein paar nette DVD-Extras: Kommentar vom Regisseur, Featurette mit dem Drehbuchautor, Making Of mit interessanten Erläuterungen von Affleck und Jackson und herausgeschnittene Szenen tragen noch einiges zum persönlichen Verständnis des Filmes bei. Ein rasantes Movie mit hochkarätiger Besetzung, bei dem garantiert keine Langeweile aufkommt.

Gleich bestellen!
 
 

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tele-Heft 49/2016

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