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Blue Moon

Blue Moon
Teaser:
Ein irr-rationaler Film. Irgendwie ist Andrea Maria Dusls Spielfilm-Regiedebüt ebenso verwirrend wie der den meisten von uns unbekannte Osten jenseits des ehemaligen Eisernen Vorhangs, hinter dem die Hauptfigur Johnny Pichler die andere Hauptfigur Shirley/Jana sucht und am Schluss eine davon auch findet und für die Liebe ins kalte Wasser springt. Andererseits ist dieses Roadmovie auch logisch, simpel, eben rational gestrickt, denn es geht doch nur um die Liebe!

Veröffentlicht:
05.11.2003
Johnny Pichler (Josef Hader), Österreicher, ist ein unbedeutender, wortkarger Geldbote und findet sich nach einem geplatzten Deal in einem gestohlenen Wagen neben einer (aber auch so was von!) attraktiven Lügnerin namens Shirley (Viktoria Malektorovych) wieder. Im Laufe der Reise immer weiter gen Osten (Slowakei, Kiew, Odessa) verschwindet Shirley, kreuzt der parasitäre Ossi Ignaz (Detlev Buck) auf, erscheint Shirleys Zwillingsschwester (wieder Viktoria Malektorovych).

Keiner der Akteure bemüht sich sonderlich um Aufklärung bzw. Ordnung der Verhältnisse, allerdings erfährt der Zuschauer, dass in Fischsuppe Fisch ist und bei Regen eben dieser gegessen werden sollte. In den vielen stillen Momenten von "Blue Moon" zeigt Frau Dusl zudem die versteckte Schönheit des Ex-Ostblocks. Versetzen Sie sich in eine der Hauptfiguren, und sie werden die Reise mit großen Augen mitverfolgen. Für den eher distanzierten Film-Beobachter mag "Blue Moon" vielleicht zu wenig offensichtliche Schmankerln bieten. Eben ein Werk von spröder Eleganz.

P.S.: "Blue Moon" nennt man im Englischen das seltene Phänomen von zwei Vollmonden innerhalb eines Monats. So selten wie die wahre Liebe?

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