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Showtime

Showtime

Teaser:
Detective Mitch Preston (Robert De Niro) ist ein Cop der alten Schule: gewissenhaft, nüchtern, engagiert, aber ohne jeden Hang zur Show. Patrol Officer (Streifenpolizist) Trey Sellars (Eddie Murphy) stellt sich das Polizistendasein völlig anders vor, wie in Hollywood-Serien eben. Deshalb wäre er auch viel lieber Leinwand-Cop. Da der großmäulige Quälgeist bei Rollen-Castings aber regelmäßig durchfällt, muss er halt solange ein echter Bulle sein.
Veröffentlicht:
09.04.2002
 
Eines Abends wittert Trey den großen Fang, als er einen Verdächtigen verfolgt, Verstärkung ruft und einen mutmaßlichen Verbrecher stellt. Das Problem: Sein Funkspruch hat ein Reporterteam aufgescheucht und der vermeintliche Kriminelle ist Mitch, vom LAPD. Der ist jetzt aber wirklich sauer, denn Trey und das Fernsehteam, das mit einem Helikopter für einen Höllenlärm sorgte, haben ihm die Tour versaut. Mitch rächt sich auf seine Weise und zerschießt kurzerhand die Fernsehkamera.

Der sonst so besonnene Cop ist jetzt auf allen Titelseiten, sein Department läuft Gefahr vom geschädigten Fernsehsender verklagt zu werden. Produzentin Chase Renzi (Rene Russo) kommt auf eine bessere Idee: Sie will Mitch und Trey als Team für eine Reality-Soap gewinnen. Mitch sträubt sich vehement, doch sein Boss befiehlt ihm, das Opfer für das Image der Polizei zu bringen. Tja, und Trey kriegt das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht: It's Showtime!

De Niro und Murphy als ungleiches Duo in einer Satire auf die Medienlandschaft, raffiniert verpackt in einer Cop-Komödie. Hört sich klasse an, ist aber "nur" gut. Diese Gesamtnote setzt sich aus höchst unterschiedlichen Teilaspekten zusammen. Die schauspielerischen Leistungen sind natürlich hervorragend, was man von einem Komödienveteran wie Eddie Murphy erwarten muss. De Niro hat sowieso die Klasse, alles zu spielen, und seinen trockenen, fiesen Humor hat er schon Ben Stiller in "Meine Braut, ihr Vater und ich" (2000) spüren lassen. Köstlich ist schließlich das Dreiergespann anzuschauen, komplettiert von William Shatner, der sich selbst und seine "T.J. Hooker"-Vergangenheit persifliert. Die Sache mit der Mediensatire ist jedoch mehr oder weniger in die Hose gegangen, denn vom dafür notwendigen subtilen Witz ist nichts zu hören oder zu sehen. Vielleicht ist er auch so subtil, dass er unsichtbar wird. Wie auch immer: Story und Gags folgen den Polizeikomödien der 80er. Es wird Zeit für was Neues.
 
 

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